Hier finden Sie wichtige Zahnarzt-Fachbegriffe von A bis C – von Abdruck über Amalgam bis Composite – verständlich erklärt für Patienten unserer Zahnarztpraxis WEISS32 in Stuttgart.
A
Bei einem Abdruck des Ober-/Unterkiefers wird in der Zahnarztpraxis eine Negativform des Kiefers hergestellt. Abdrücke werden hauptsächlich für Zahnkronen, Zahnprothesen und große Zahnfüllungen gemacht. Der Abdruck beim Zahnarzt ist ein häufig eingesetztes Verfahren, um Kieferbzw. Zahnbereiche exakt reproduzieren zu können
Für den Abdruck verwendet der Zahnarzt in der Regel einen Abdruck- oder Konfektionslöffel und mischt dazu eine spezielle Masse an, die in die Schablone gefüllt wird. Je nach Material kann ein elastischer oder starrer Abdruck hergestellt werden.
Wozu macht man das? Nachbildung des Gebisses.
In einem Zahntechniklabor wird eine Nachbildung des Gebisses hergestellt, die meist aus Gips besteht. Dem Zahnarzt steht jetzt ein Modell zur Verfügung, um Zahnkronen zu planen oder andere Anpassungen vorzunehmen. Der Abdruck des Ober-/Unterkiefers ermöglicht auch das Erkennen etwaiger Kieferfehlstellungen.
Eine Abfraktion ist eine Verletzung des Zahns im Zahnhalsbereich und damit eine Sonderform des Zahnsubstanzverlusts. An dieser Stelle befindet sich die Grenze zwischen Zahnschmelz und Zahnbein. Kommt es hier zu einer Abfraktion, dann macht sich diese als keilförmiger Defekt bemerkbar.
Ursachen einer Abfraktion
Ein Rückgang des Zahnfleisches legt den Übergang zwischen Schmelz und Dentin überhaupt erst frei, weswegen er nun besonders anfällig für Defekte ist. Die Abfraktion entsteht durch Mikrofakturen infolge von Überbelastung des Zahns. Dies geschieht beim Zähneknirschen, beim zu exzessiven Zähneputzen und beim Kauen von harten Nahrungsmitteln.
Bei einem Abszess sammelt sich Eiter im Gewebe an. Ursache dafür ist das Eindringen von Bakterien in das Zahnfleisch. Der Körper umhüllt diese mit einer Kapsel, der Zahnarzt spricht dabei von einer Eiterblase oder -höhle. Verletzungen der Schleimhaut an den Zähnen können ebenso dafür verantwortlich sein wie Verstopfungen der Hautporen. Ein Abszess kann tief in das Gewebe eindringen und den Kieferknochen angreifen.
Symptome:
Schwellung, Schmerzen, Fieber und eine starke Rötung sind typische Symptome für einen Abszess. Da Medikamente aufgrund der Abkapselung kaum Wirkung zeigen, muss die Eiterkapsel zahnärztlich aufgeschnitten und entfernt werden. Ein Abszess ist zwar relativ häufig, aber nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Wird er nicht behandelt, kann sich die Eiterblase ins Blut entleeren und zu einer lebensgefährlichen Blutvergiftung führen.
Manche Menschen entwickeln Allergien bei bestimmten Zahnarztbehandlungen. Wenn Patienten auf die vom Zahnarzt verwendeten Materialien reagieren, spricht man von Allergien in der Zahnheilkunde. Besonders metallische Werkstoffe sorgen für Unverträglichkeiten wie Entzündungen. Es gibt Allergien gegen die verschiedenen Dentalmaterialien- und werkstoffe. Auch Kunststoffmaterialen können eine Überreaktion auslösen. Bei einigen Patienten kommt es zu einer Titanallergie, obwohl dieses Material eigentlich als gut verträglich gilt. Diese Allergie sollte besonders vor einer Implantatbehandlung ausgeschlossen werden.
Als Abdruckmasse wird beim Zahnarzt das Abformmaterial bezeichnet, mit dessen Hilfe Modelle des Kiefers und der Zähne hergestellt werden können. Die Abdruckmasse wird in vier Bereiche unterteilt:
elastisch-irreversibel:
Der Abdruck verändert nach der Abbindung seine Form nicht mehr, ist aber noch beweglich. Diese Art des Abdrucks wird häufig eingesetzt. Zum Einsatz kommen Alginate, Elastomere und Silikone. Das Rückstellungsvermögen ist bei dieser Art ausgezeichnet
elastisch-reversibel:
Durch Wärmezufuhr kann eine Formveränderung hervorgerufen werden. War früher häufig im Einsatz, wird heute kaum noch verwendet. Als Material kommen Hydrokolloide zum Einsatz.
starr-irreversibel:
Diese Abdruckmasse besitzt keine Elastizität und ist nicht mehr veränderbar. Wird heute kaum noch eingesetzt, besteht aus Gips oder Zinkoxid-Eugenol-Paste.
starr-reversibel:
Diese Abdrücke sind nicht elastisch, können aber durch Wärme wieder verändert werden. Werden gelegentlich noch verwendet. Als Material kommen Abdruckwachse, Guttapercha und Stent’s und Kerr-Massen zur Anwendung.
Aligner ist die Bezeichnung einer transparenten Zahnspange oder Behandlungsschiene und dient als Alternative zur festen Zahnspange. Bekannt ist diese Behandlungsmethode bereits seit den 90er-Jahren. Die Zähne werden Millimeter für Millimeter bewegt. Die Versorgung mit einem Aligner bietet einige Vorteile.Das Risiko für Karies, Allergien und Zahnfleischentzündungen wird verringert und es treten keine Einschränkungen im täglichen Leben auf. Während der gesamten Therapie ist unbeschwertes Lachen und Sprechen möglich. Ab einem Abstand von 20 Zentimetern sind Aligner nicht zu erkennen. Feste Zahnspangen dagegen schränken häufig das soziale Verhalten ein. Aligner können herausgenommen werden und das Essen sowie die Zahnpflege stellen also kein Problem dar.
Ein Analgetikum ist ein systematisch angewandtes Medikament, das Schmerzen lindert oder komplett stillt. Im Idealfall mindert ein Analgetikum aber nicht die sensorische Wahrnehmung (z.B. Berührungsreiz) oder das Bewusstsein. Dadurch lassen sich Analgetika leicht von Anästhetika und Lokalanästhetika abgrenzen. Da sich Zahnschmerzen meist besonders heftig äußern, kommen Analgetika in der Zahnmedizin häufig zur Verwendung. Je nach Chemie und Wirkungsart des Analgetikums lässt es sich in verschiedene Kategorien einordnen. Opioide Analgetika wie Morphin wirken beispielsweise besonders stark. Antiphlogistika wie Acetylsalicylsäure (Aspirin) oder Ibuprofen werden in der Zahnmedizin am häufigsten verwendet.
Als Abrasion bezeichnet der Zahnmediziner die Abnutzung bzw. den Abschliff der Zähne durch einen natürlichen Prozess. Häufig geschieht dies aufgrund von Zähneknirschen. Die Abrasion (der Zähne/Kaufläche) ist also ein mechanischer Prozess, quasi eine Abnutzungserscheinung der Zähne. Die Zahnhartsubstanz wird aufgrund der Reibung verringert. Das Zähneknirschen geschieht häufig unbewusst im Schlaf, aber auch beim Kauen findet eine Abnutung (Abrasion) statt. Unter der Abnutzung leidet vor allem der Zahnschmelz und im fortgeschrittenen Stadium auch das Dentin. Der Zahn muss dann zahnmedizinisch wieder aufgebaut werden, weil Karies ansonsten leichtes Spiel hat.
Wenn einem Patienten ein Gewebe einer anderen Person implantiert wird, so spricht man von einer Allotransplantation. Das dabei transplantierte Gewebe nennt man Allograft. Bei einer Transplantation von einem Fremdspender muss immer mit Abwehrreaktionen des Körpers gerechnet werden. Nah verwandte Spender senken dieses Risiko, da sie ein ähnliches Immunsystem aufweisen. Am besten funktioniert die Transplantation von Allograft zwischen Zwillingen. Als Abrasion bezeichnet der Zahnmediziner die Abnutzung bzw. den Abschliff der Zähne durch einen natürlichen Prozess. Häufig geschieht dies aufgrund von Zähneknirschen. Die Abrasion (der Zähne/Kaufläche) ist also ein mechanischer Prozess, quasi eine Abnutzungserscheinung der Zähne. Die Zahnhartsubstanz wird aufgrund der Reibung verringert. Das Zähneknirschen geschieht häufig unbewusst im Schlaf, aber auch beim Kauen findet eine Abnutung (Abrasion) statt. Unter der Abnutzung leidet vor allem der Zahnschmelz und im fortgeschrittenen Stadium auch das Dentin. Der Zahn muss dann zahnmedizinisch wieder aufgebaut werden, weil Karies ansonsten leichtes Spiel hat.
In der Physik bezeichnet die Adhäsion bzw. Anhangskraft die Anziehung, die zwei verschiedenartige Stoffe an ihrer Grenzschicht füreinander entwickeln. Die Ursache für die Adhäsion sind molekulare Wechselwirkungen zwischen den beteiligten Stoffen. So haftet beispielsweise Kreide an der Tafel oder Wassertropfen selbst an der Blattunterseite. Das zugehörige Adjektiv lautet adhäsiv. Der Zahnarzt macht sich die Adhäsion beim Einsetzen von Zahnersatz zu Nutze. Zahnbrücken und Zahnprothesen haften mit entsprechenden Klebstoffen an den Zähnen. Ebenso verhält es sich mit adhäsiven Zahnfüllungen im Gegensatz zu gestopften Füllungen aus Amalgam. Eine Vollprothese nutzt den Speichel des Patienten, um adhäsiv an der Mundschleimhaut zu haften.
Dieses System wird für die Zahnreinigung benutzt. Zahnverfärbung werden dabei mithilfe eines Pulverstrahls entfernt. Ein Gemisch aus Pulver, Wasser und Luft wird mit hohem Druck auf den Zahn gerichtet, sodass sich weiche Zahnbeläge und harte Verfärbungen rasch ablösen. Das Air-Flow-System gilt als schonendes und bewährtes Verfahren in der Zahnmedizin. Der Zahnschmelz wird dabei nicht angegriffen, dafür lösen sich insbesondere hartnäckige Verkrustungen, die vor allem durch Tee-, Kaffee-, Rotwein- und Nikotinkonsum ausgelöst wurden. Hauptaktivator des Gemisches ist das Salz Natriumcarbonat, das rasch für eine Ablösung des Schmutzes sorgt und verfärbte Zähne aufhellt. Das Air-Flow-System wird in Zahnarztpraxen seit Jahren eingesetzt und gilt als zuverlässiges Instrumentarium gegen Verfärbungen und Verkrustungen.
Viele Zahnarztpraxen behandeln ihre Patienten tagtäglich mit Zahnfüllungen. Eine der bekanntesten ist die Amalgamfüllung. Diese wird seit etwa 150 Jahren verwendet, um durch Karies entstandene Löcher in den Zähnen zu reparieren. Amalgam ist kein natürlicher Stoff, sondern ein Gemisch aus verschiedenen Materialien. Neben Zinn, Kupfer und Silber ist Quecksilber ein weiterer Bestandteil im Amalgam. Viele Patienten entscheiden sich heute gegen eine Amalgamfüllung aufgrund des Quecksilberanteils, da sie darin eine Gesundheitsgefahr sehen. Es wurde aber inzwischen nachgewiesen, dass der Quecksilbergehalt so gering ist, dass keine gesundheitlichen Konsequenzen zu erwarten sind. Eine Zahnsanierung mit Amalgam wird dennoch heute nur noch in einzelnen Zahnarztpraxen verwendet, da es mittlerweile bioverträglichere Füllmaterialien gibt. Alternativen sind beispielsweise Kunststoff, Gold oder Keramik.
Die Aufbissschiene ist auch als Knirscherschiene bekannt und dient in der Zahnmedizin als Abriebschutz beim nächtlichen Zähneknirschen. Aufbissschienen sind angepasste Kunststoffschienen in Zahnbogenform, die Fehlbelastungen und Überlastungen der Kiefergelenke und Zähne verhindern sollen. Eine Aufbissschiene ist ein wichtiges Instrument zum langfristigen Schutz der Zähne. Ständiges nächtliches Zähneknirschen führt zu Zahnschäden und es drohen sogar Kieferfehlstellungen. Mit einer Aufbissschiene wird das Kiefergelenk entlastet und die Zähne vor weiterem Abrieb bewahrt. Bei der Anpassung der Schiene ist es sehr wichtig, dass der Zahnarzt den Kiefer des Patienten sorgfältig vermisst. Er prüft auch, ob weitere Behandlungen, eventuell mit einer Zahnspange oder speziellem Zahnersatz, notwendig sind. Mit der Aufbissschiene soll das optimale Zusammenbeißen der Zähne wieder ermöglicht und dem Zähneknirschen positiv entgegengewirkt werden.
Im Volksmund wird die Alveolitis sicca auch als Lochweh oder Lochschmerzen bezeichnet. Sie tritt nach der Entfernung eines Zahns auf und ist eine entzündliche Erkrankung der Alveole. Wenn der Zahnarzt unter örtlicher Betäubung einen Zahn zieht, kommt es zu Spannungen und Irritation in Kiefer und Schleimhaut, die nachträglich noch einige Zeit für Schmerzen sorgen können. Nach einer Zahnentfernung füllt sich die Wunde mit Blut, das bald gerinnt. Dieser Pfropf aus geronnenem Blut schützt die Wunde, bis sich darüber Schleimhaut bildet. Wenn sich aber der Pfropf löst (zum Beispiel bei der täglichen Zahnpflege) oder durchlässig wird, können Bakterien und Keime an die offene Alveole gelangen. Dies löst die Entzündung aus.
B
Mit Befestigungszement wird festsitzender Zahnersatz wie Brücken, Kronen sowie Zahngussfüllungen an dem präparierten Zahnstumpf fixiert. Der Zement hat hier jedoch lediglich eine Klemm- oder Keilfunktion und wirkt somit nur unterstützend. Zahnzement klebt und ist zwischen 35 und 50 cm dick. Problematisch beim Einsatz von Befestigungszement ist der so genannte Zementspalt, der als Hohlraum zwischen Zahn und Stumpf entsteht. Hier ist das Kariesrisiko erhöht. In der Zahnmedizin besteht Befestigungszement aus bestimmten Präparaten, die sich aus einer Flüssigkeit und einem Pulver zusammensetzen. Sie werden zu einer Paste gemischt und härten anschließend zu einer festen Masse aus. Glasiomerzement haftet zum Beispiel nicht nur an der Zahnhartsubstanz, sondern kann auch für metallische Flächen genutzt werden.
Bei der Betäubung in der Zahnmedizin handelt es sich um eine Schmerzausschaltung, die künstlich herbeigeführt wird. Bei Operationen und Zahnbehandlungen kommen verschiedene Betäubungsarten in Frage. Die Oberflächenanästhesie betäubt nur die Schleimhaut, wobei bei der Infiltrationsanästhesie eine bestimmte Stelle empfindungslos gemacht wird. Ein kompletter Nervenbereich wird bei der Leitungsanästhesie betäubt. Man unterscheidet außerdem die Vollnarkose, wobei der Zahnarzt den Patienten in einen bewusstlosen Zustand oder künstlichen Schlaf versetzt. Das Schmerzempfinden im Körper wird komplett ausgeschaltet. Bei der Regionalanästhesie erstreckt sich die Betäubung auf einen größeren Körperbereich. Bei der Lokalanästhesie wird nur eine kleine, örtlich begrenzte Stelle empfindungslos gemacht.
Eine Biopsie ist die Entnahme von lebendem Gewebe zur weiteren Untersuchung. Dies wird benötigt, um Ursachen für Krankheiten im Labor genau bestimmen zu können. Beim Zahnarzt betrifft eine Biopsie in der Regel die Mundschleimhaut. Eine Biopsie erfolgt unter lokaler Betäubung. Mit einer Stanze oder einem Skalpell entfernt der Zahnarzt ca. 5 bis 10 mm Gewebe aus der Mundschleimhaut, das zunächst zur Konservierung in Formalin eingelegt wird. Anschließend wird die Probe im Labor auf Krankheitserreger oder Veränderungen der Zellen untersucht. Die entstandene Wunde heilt in der Regel schnell und unauffällig.
Der Belagsindex gibt das Ausmaß der Beläge auf den Zähnen an und ist damit eine wichtige Angabe zum Mundhygienestatus. Er besteht aus vier Stufen: 0 Keine Beläge 1 Weniger als ein Drittel der Zähne hat Beläge 2 Mehr als ein Drittel hat Beläge 3 Mehr aks zwei Drittel hat Beläge. Der Zahnbelag ist eine dünne Schicht auf den Zähnen. Zunächst ist er weich und kann leicht mit Zahnbürste oder Zahnseide entfernt werden. Durch Speichel und Einlagerung von Mineralstoffen härtet er zu Zahnstein aus und kann nur noch vom Zahnarzt entfernt werden. Es ist anzustreben, Zahnbeläge auf ein Minimum zu reduzieren, um schwerwiegenden Problemen wie Karies oder Parodontitis vorzubeugen. Regelmäßige Mundhygiene hilft, den Belagsindex stets niedrig zu halten.
Mit Bifurkation wir die Teilungsstelle oder Gabelung der Zahnwurzel bei Zähnen mit zwei Wurzeln bezeichnet. Bifurkationen kommen bei den Backenzähnen vor. Hier sind in der Regel die unteren Molaren und die oberen Prämolaren betroffen. Besondere Variationen kommen insbesondere bei den Weisheitszähnen vor. Bei einem gesunden Zahn befindet sich die Gabelung innerhalb des Kieferknochens. Sie ist nicht sichtbar und auch mit einer Sonde nicht zu erreichen. Die Bifurkation ist nur sehr schwer zugänglich und daher auch bei der Mundhygiene nicht gut oder gar nicht zu erreichen. Dort können sich dann Keime festsetzen und zu Entzündungen im Mundraum führen. In diesen Fällen ist eine parodontale Behandlung notwendig, um dem Abbau des Kieferknochens entgegenzuwirken.
Die Bissschablone ist ein Instrument zur Bestimmung des Verhältnisses der Kiefer zueinander. Auf einer Platte aus Kunststoff befindet sich formbares Wachs, in das der Patient vorsichtig hineinbeißt, um einen Abdruck zu hinterlassen. Damit wird ersichtlich, wie die beiden Kiefer zueinander liegen. Die Bissschablone wird verwendet, um eine Prothese an die jeweiligen Kieferverhältnisse anzupassen. Dabei braucht es jeweils eine eigene Schablone für Ober- und Unterkiefer, die jeweils bereits in etwa so groß sind wie die Prothese. Von den Abdrücken bzw. der Stellung der Kiefer zueinander wird schließlich die Prothese für jeden Patienten individuell modelliert.
Die Basstechnik ist die gebräuchlichste der Zahnputztechniken. Dabei werden nicht nur Zahnhals und Zahnfleischfurche gereinigt, es findet auch eine sanfte Massage des Zahnfleischs statt. Die Basstechnik eignet sich sowohl bei gesundem als auch bei entzündetem Zahnfleisch. Die Kauflächen der Zähne werden mit kreisenden Bewegungen geputzt. An der Außen- und Innenseite des Zahns wird die Bürste ca. im Winkel von 45 Grad angesetzt. Es folgt ein rüttelndes Hin- und Herbürsten in Richtung Zahnfleisch. Diese Bewegung solle pro Abschnitt etwa 10-mal durchgeführt werden. Die Basstechnik entfernt effektiv Plaque sogar in den Zahnzwischenräumen und am Zahnhals bis zum Zahnfleisch hinab.
Ein BOI-Implantat bezeichnet ein basal osseointegriertes Implantat. Es wird also wie beim Disk-Implantat von der Seite in den Kieferknochen eingeschoben. Seine Form ist der eines umgedrehten T ähnlich. Das Implantat ist breit und scheibenförmig und lässt sich daher seitlich des Kieferknochens gut verankern. So können Implantate auch bei kaum vorhandenem Knochenangebot eingesetzt werden. Auch eine Sofortbelastung soll mit BOI-Implantaten möglich sein, was aber von Fachkreisen als umstritten angesehen wird. BOI-Implantate kommen in Deutschland eher selten zur Anwendung. Sie sind nicht kostengünstiger als die üblichen Schraubenimplantate. Der Knochenaufbau wird zwar gespart, aber insgesamt dauert der Eingriff länger und erfordert darüber hinaus viel Erfahrung und Geschick vom Implantologen.
Eine Bisssenkung tritt ein, wenn sich der vertikale Abstand zwischen Oberkiefer und Unterkieferverkleinert. Dies passiert bei Abtragen der Kauflächen oder bei Zahnverlust. In der Regel ist die Bisssenkung zusätzlich mit einer Rückverlagerung des Unterkiefers verbunden. Dadurch verändert sich natürlich auch die Stellung des Kiefergelenks, sodass Verspannungen und Kieferschmerzen die Folgen sein können. Betroffen sind davon vor allem ältere Menschen mit stark abgenütztem Gebiss oder jene, die zum Zähneknirschen neigen. Eine Bisssenkung wird in der Regel mit einer Bisshebung behoben. Dies kann mit Schienen erfolgen, auf Dauer aber in erster Linie mit Zahnersatz. Ob Vollprothesen oder Implantate die bessere Wahl sind, entscheidet der Zahnarzt von Fall zu Fall.
Die Bisssperre wird umgangssprachlich auch als Kiefersperre bezeichnet. Dabei kann der Mund nicht vollständig geschlossen werden. Beim Schlussbiss kommt es also zu keinem Kontakt zwischen den Zahnreihen. Das Gegenteil davon ist die Kieferklemme, bei der das Öffnen des Mundes unmöglich ist. Bisssperren können unterschiedliche Ursachen haben. Eine harmlose, weil nur vorübergehende Bisssperre kann beispielsweise ein Zahnarzt durch Einlegen eines Beißblocks hervorrufen. Dieser verhindert das unerwünschte Schließen des Mundes während der Behandlung. Fehlerhafte Behandlungen oder Luxation (Ausrenkung) des Kiefergelenks führen hingegen zu schmerzhaften oder dauerhaften Bisssperren und müssen dringend zahnmedizinisch abgeklärt werden.
C
CAD/CAM ist ein Verfahren, mit dem Keramikfüllungen, Keramikkronen oder Keramikschalen geplant, modelliert und hergestellt werden. Der Zahnarzt verzichtet dabei vollständig auf die herkömmlichen Abformungen, denn Kronen, Inlays und Brücken werden in digitaler Form bereitgestellt. Beim CAD /CAM-Verfahren wird der vorher beschliffene (präparierte) Zahn mit Hilfe einer Kamera optisch abgetastet. Danach erfolgt die Darstellung des Zahnes digital auf dem Bildschirm. Auf Grundlage der digitalen Daten wird mit einer Dreiachsen-Fräsmaschine aus einem Keramikblock zum Beispiel eine Keramikfüllung herausgefräst. Eine Eingliederung der neuen Füllung oder Krone ist meistens bereits in derselben Sitzung möglich. Man spricht auch von Konfektionszähnen.
Mit Caries sicca wird eine Kariesform bezeichnet, bei der die Karies bereits ausgetrocknet bzw. zum Stillstand gekommen ist. Die Karies hat in diesen Fällen eine dunkle Färbung und ist alt und verhärtet. Die Verfärbung ist auf die trockenen Zerfallsprodukte zurück zu führen und kann dunkelbraun bis schwarz sein.
Caries insipiens wird auch als Initialkaries, Kreideflecken oder White Spot bezeichnet. Es handelt sich hier um Karies im Anfangsstadium, bei der sich die Zähne entkalkungsbedingt weißlich bzw. kreidig oder aber auch bräunlich verfärben und die Schmelzoberfläche aufgeraut wird. Bei dieser Kariesform sind ausschließlich die Schmelzregionen des Zahnes von den Läsionen betroffen. Der Initialkaries ist im frühen Stadium durch die Gabe von Fluorid vollständig ausheilbar, wobei das Fluorid die Zähne wieder aufbaut (remineralisiert). Auch eine sorgfältige Mund- und Zahnhygiene ist hilfreich bei der natürlichen Ausheilung von Caries insipiens.
Die Caries initialis bezeichnet ein Frühstadium der Karies, die zu diesem Zeitpunkt noch umkehrbar ist. Sie macht sich bemerkbar durch einen weißen Fleck auf den Zähnen. Dieser deutet auf Mineralverlust im Zahnschmelz hin. Wird gegen dieses frühe Stadium nichts unternommen und die Schwächung des Zahnschmelzes nicht aufgehalten, kann sich Karies in weiterer Folge ungehindert ausbreiten. Wichtig sind regelmäßige Selbstkontrollen vor dem Spiegel und Besuche beim Zahnarzt, um Caries initialis so früh wie möglich zu erkennen. Beim Auftreten sollte sofort die Zahnpflege verbessert werden. Zusätzlich zum täglichen Zähneputzen können betroffene Stellen mit einem Fluoridgel behandelt werden, um den Zahn neue Mineraleinlagerungen zu ermöglichen. Ist die Caries initialis erfolgreich bekämpft, färbt sich der weiße Fleck wieder zurück in die Normalfärbung des Zahnes.
Unter Caries media versteht man eine Kariesform, wobei die Karies bis zum Dentin (Zahnhartsubstanz) des Zahnes vordringt und dort die Struktur des Zahnes breitflächig zerstört. Die Karies kann sich unter einer intakten Zahnschmelzoberfläche schnell ausdehnen, da Bakterien über die Dentinkanälchen zügig weitergetragen werden. Das Dentin bietet keinen ausreichenden Widerstand. Der Zahnschmelz wird unterhöhlt, was auch als unterminierender Zahnschmelzkaries bezeichnet wird.Häufig erkennen Zahnärzte diese Kariesform nur durch Zufall, da es hier zunächst zu keinen Beschwerden wie Zahnschmerzen etc. kommt. Je größer der Defekt im Zahn jedoch ist, desto schneller kommt es zu Fäulnisprozessen durch die Zersetzung von Bakterien in Speiseresten. Fäulnisprozess und vermehrte Bakteriennährstoffe sorgen so in vielen Fällen für unangenehmen Mundgeruch.
Hinter dem Begriff Cerec steht ein computergestütztes Verfahren, mit dem Zahnersatz binnen kurzer Zeit geplant und gefertigt werden kann. Zum Einsatz kommen ein Computer, eine 3-D-Kamera sowie eine angeschlossene Schleifmaschine. Diese Methode ist für den Patienten zeitsparend, da Wartezeiten und Abdrucknahme entfallen. Zuerst wird der betroffene Zahn mittels 3-D-Kamera exakt vermessen. Die Daten der Aufnahmen werden am Computer aufbereitet und an die Schleifmaschine gesendet. Noch während der Patient im Zahnarztstuhl sitzt, wird die passgenaue Restauration konstruiert. Dazu fräst die Schleifmaschine den gewünschten Zahnersatz aus einem Keramikblock heraus. Binnen weniger Minuten ist der Zahnersatz fertig und kann dem Patienten eingesetzt werden.
Beim Cerec-Verfahren handelt es sich um eine moderne Methode, bei der Entwurf und Herstellung von Zahnersatz komplett computergestützt ablaufen. Die Arbeit eines Dentallabors ist nicht mehr nötig. Das Verfahren ist daher besonders zeitsparend. Darüber hinaus liefert es passgenauen und natürlich wirkenden Zahnersatz aus Keramik. Der Name setzt sich aus den englischen Worten „ceramic reconstruction“ (zu Deutsch keramische Restauration) zusammen. Die Digitaltechnik ermöglicht die Planung und Herstellung von zahnfarbenem Zahnersatz aus Keramik innerhalb einer Zahnarztsitzung. Je nach Ausstattung der Praxis können Brücken, Kronen, Inlays, Onlays, Veneers oder sogar ganze Implantat-Versorgungen mit dem Cerec-Verfahren vor Ort gefertigt und dem Patienten direkt eingesetzt werden.
Chlorhexidin (CHX) ist ein antiseptischer Wirkstoff, der in der Zahnmedizin zum Abtöten von Bakterien, Pilzen und Viren verwendet wird. Arzneimittel oder Mundspüllösungen mit dem Wirkstoff werden nach chirurgischen Eingriffen, bei schweren Zahnfleischentzündungen sowie bei starkem Mundgeruch eingesetzt. Solche Arzneimittel können in Form von Cremes, Gels, Lösungen und Salben verabreicht werden.
Als Composite werden Verbundstoffe bezeichnet, die zum Füllen von Kariesschäden genutzt werden. Im Allgemeinen handelt es sich um weiße Füllmaterialien. Das Wort Composite stammt aus dem Englischen und bedeutet auf Deutsch Komposit. Bereits seit Ende der 1980er Jahre kommen die adhäsiven Füllmaterialien in Zahnarztpraxen rund um die Welt zum Einsatz. Daher gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher Zusammensetzungen.
Als Condylus wird der walzenförmige, bewegliche Teil des Kiefergelenks bezeichnet. Synonyme sind Gelenkkopf, Gelenkköpfchen, Kiefergelenkköpfchen oder Kondylus. Das Gelenkköpfchen sitzt an der Spitze des Gelenkfortsatzes des Unterkiefers, direkt gegenüber der Gelenkzwischenscheibe (Discus) und indirekt gegenüber der Gelenkpfanne (Fossa mandibularis).
Hinter dem Begriff Carisolv verbirgt sich ein Verfahren zur Kariesentfernung. Dabei wird ein Gel aus verschiedenen Chemikalien auf den von Karies betroffenen Zahn aufgetragen. Das Gel bewirkt, dass sich das von Karies befallene Zahngewebe auflöst. Das gesunde Zahngewebe wird von dem Gel nicht geschädigt. Anschließend wird das ausgelöste kariöse Zahngewebe rausgekratzt und eine Füllung eingebracht.