Hier finden Sie wichtige Zahnarzt-Fachbegriffe von D bis F – von Dämmerschlaf über Extraktion bis Fluorid – verständlich erklärt für Patienten unserer Zahnarztpraxis WEISS32 in Stuttgart.

D

Hinter dem Begriff Dazzler verbirgt sich eine Art Zahnschmuck. Dabei wird aus kosmetischen Gründen eine etwa zwei bis vier Millimeter große Verzierung aus Goldfolie auf den Zahn aufgebracht. Ein ätztechnikartiges Verfahren sorgt für festen Halt auf der Zahnoberfläche, sodass alltägliche Tätigkeiten wie Essen, Trinken und Zähneputzen wie gewohnt ausgeübt werden können, ohne dem Zahnschmuck zu schaden. Die Säureätztechnik (SÄT) ist zahnmedizinisch unbedenklich. Dazzler können in der Zahnarztpraxis relativ leicht angebracht und wieder entfernt werden und hinterlassen keine Schäden an den Zähnen. Das Phänomen stammt aus den USA. Daher leitet sich auch der Name vom englischen Wort dazzle, zu Deutsch blenden, ab.

Als Dämmerschlaf wird eine leichte Art der Anästhesie bezeichnet, die zwischen örtlicher Betäubung und Narkose angesiedelt ist. Ein Anästhesist versetzt den Patienten durch intravenös Verabreichung des Betäubungsmittels in den Dämmerschlaf. In der Regel wird zusätzlich auch ein Schmerzmittel gegeben. Während des Dämmerschlafs erfährt der Patient weder Schmerzen noch Angst, kann aber selbstständig atmen und ist bedingt ansprechbar. Zahnbehandlungen im Dämmerschlaf werden in erster Linie Angstpatienten nahegelegt. Aber auch anderen Patienten ist eine Behandlung bei vollem Bewusstsein nicht zumutbar, wie beispielsweise Kindern, Menschen mit geistiger Behinderung und Menschen mit hohem Würgereiz. Da das Ausschalten des Schmerzempfindens für einen ruhigen Kreislauf sorgt, wird der Dämmerschlaf auch gerne bei Herz-Risikopatienten, die keine zusätzlich Belastung verkraften, eingesetzt.

Eine Devitalisation ist eine Entfernung des Zahnnervs (Pulpa), wenn dieser angegriffen und nicht mehr erhaltungswürdig ist. Dies geschieht in der Regel bei akuten Schmerzen oder wenn der Nerv nicht mehr zu retten ist. Früher führte man die Devitalisation chemisch durch, das heißt der Zahnnerv wurde mit Hilfe von Arsen abgetötet. Von dieser Vorgehensweise wird heute aufgrund der Gefahr, anderes körpereigenes Gewebe auch zu zerstören, kaum mehr Gebrauch gemacht. Stattdessen findet die Entfernung des Zahnnervs ambulant statt. Das bedeutet der Zahnarzt entnimmt die Pulpa unter lokaler Betäubung. Anschließend wird der freie Wurzelkanal aufgefüllt, um weitere Infektionen und Erkrankungen zu vermeiden.

Der Dentinkanal bzw. die Dentinkanälchen durchziehen das Zahnbein vom Zahnmark (Pulpa) bis hin zur Schmelzgrenze. Sie verlaufen weiter in die Zellen des Zahngewebes (Odontoblasten). Bei den Dentinkanälen handelt es sich um feinste Röhrchen, die die Pulpa mit dem Zahnnerv verbinden und für die Weiterleitung von äußeren Reizen zuständig sind. Liegen Zahnhälse frei, fehlt der Zahnschmelz und das Dentin verfügt daher nicht mehr über einen ausreichenden Schutz. Die Zähne werden empfindlich auf heiße, kalte, saure oder süße Nahrungsmittel. Die Folge sind starke, stechende Zahnschmerzen. Mit verschiedenen Lacken kann der Zahnarzt die Dentinkanälchen verschließen und so Schmerzen verhindern. Auch werden häufig spezielle Zahncremes empfohlen, die den Zahnschmelz stärken sollen.

Das Desmodont wird auch Periodontium oder Wurzelhaut genannt. Es stellt das Bindegewebe des Zahnhalteapparats dar. Das Gewebe besteht aus feinen, kollagenen Fasern (auch Sharpey-Fasern genannt), die den Zahnzement der Zahnwurzel mit der Wand des Zahnfachs verbinden. Dadurch bleibt der Zahn minimal beweglich, denn der zu überbrückende Spalt ist nur wenige Zehntel Millimeter breit. Die Fasern des Desmodont sind in der Lage, die auf den Zahn einwirkenden Kräfte in Zugkräfte umzuwandeln. Damit wird bei mechanischer Einwirkung eine Abnützung des Kieferknochens vermieden. Im Desmodont sind zusätzlich Blutgefäße, Lymphgefäße und Nervenfasern eingebettet.

In der Medizin werden Fehlbildungen von Organen oder Körperteilen als Dysplasien bezeichnet. Zahnmediziner haben es bei Dysplasien mit Missbildungen, Deformationen oder Unterentwicklungen von Zähnen zu tun. Diese ergeben sich durch genetische Faktoren oder durch Wachstumsstörungen. Das zugehörige Adjektiv ist dysplastisch, was so viel wie miss- oder fehlgebildet bedeutet. Eine Hypodontie ist eine angeborene Unterzahl an Zähnen. Am häufigsten sind die Weisheitszähne betroffen, die bei vielen Menschen gar nicht angelegt sind. Das Gegenteil – eine Überzahl an Zähnen – nennt man Hyperdontie. Bei einer Adontie sind gar keine Zähne angelegt.

Unter dem Begriff Deep Scaling werden Maßnahmen zur Entfernung von Zahnstein und anderen Ablagerungen, die unter dem Zahnfleischrand sitzen, verstanden. Mediziner sprechen auch von Kürettage oder Konkremententfernung. Die Maßnahmen finden zumeist im Rahmen der Parodontalbehandlung oder zur Wurzelglättung statt. Die Behandlung wird in der Regel unter örtlicher Betäubung durchgeführt. Deep Scaling kann entweder manuell unter Zuhilfenahme von entsprechendem Schabwerkzeug oder mit modernen Geräten wie Ultraschall und Laser erfolgen. In der Regel übernimmt der Zahnarzt oder ein entsprechend geschulter zahnmedizinischer Fachangestellter die Behandlung. Ziel der Prozedur ist die Entfernung von verhärteten Verunreinigungen unter dem Zahnfleischrand in der Tiefe der Zahnfleischtaschen.

Seit Mitte der 90er-Jahre sind Diodenlaser für Zahnarztpraxen erhältlich. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten Festkörperlaser und Gaslaser den Markt dominiert. Heute gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher Diodenlaser bzw. Diodenhardlaser, die in der Zahnheilkunde verwendet werden.

Dentinkaries nennt man eine Kariesform, bei der die Karies bis in das Dentin vordringt und dort für bräunliche Verfärbungen sorgt, die durch die Einlagerung von Pigmenten entstehen. Karies im Dentin baut die organische Zahnhartsubstanz ab und kann darüber hinaus das Zahnbein befallen. Dentinkaries wird auch als Caries media bezeichnet. Dentinkaries breitet sich schnell über die Röhrenstruktur des Dentins aus und kann sich bis zum Zahnmark ausweiten. Im Bereich von freiliegenden Zahnwurzeln und Zahnhälsen fehlt dann der schützende Zahnschmelz und macht den Zahn sehr empfindlich für Karies. Durch die Entkalkung des Zahnschmelzes kommt es zur Ausbreitung bis zum Zahnmark (Pulpa). Der Kariesbefall weist hier häufig die Form eines Kegelstumpfes auf.

Mit dem Begriff Demineralisation ist eine Entkalkung des Zahnschmelzes gemeint. Zu der Entkalkung kommt es, wenn nach dem Essen beim Zuckerabbau im Mund Säuren entstehen. Es handelt sich um einen natürlichen Vorgang, der jedoch für die Zähne schädlich ist. Denn die Demineralisationsprozesse, also eine Verarmung des Zahnschmelzes an Mineralien wie Kalzium und Phosphor, lassen den Zahnschmelz porös werden. Das führt zu Zahnschäden und macht den Zahn anfälliger für Karies. Im Speichel vorhandene Mineralstoffe hemmen die Demineralisation und gleichen die Entkalkung aus, dieser Vorgang wird Remineralisation genannt. Zusätzlich lässt sich die Remineralisation durch regelmäßige Anwendung von fluoridhaltigen Zahnpflegeprodukten unterstützen. Fluorid ist in fast jeder Zahnpasta enthalten.

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Wenn Zahnärzte von einer Extraktion sprechen, meinen sie das Herausziehen eines Zahnes. Alternativ werden auch die Begriffe Zahnextraktion und Zahnentfernung benutzt. Eine Zahnextraktion kann notwendig werden, wenn ein Zahn sehr kaputt, abgestorben oder falsch positioniert ist. Das oberste Ziel der Zahnmedizin ist die Erhaltung der Zähne, eine Entfernung gilt also nur als allerletzte Option.

In der Medizin bezeichnet man mit dem Ausdruck Exstirpation die vollständige operative Entfernung von erkrankten Gewebeteilen. In der Zahnmedizin kann dies zum Beispiel eine Geschwulst, ein Zahn oder das Zahninnere (Zahnnerv und Zahnmark) sein. Der Ausdruck tritt häufig im Zusammenhang mit der Wurzelbehandlung / Wurzelkanalbehandlung auf. Die Entfernung des Zahnnervs wird mit so speziellen Exstirpationsnadeln und unter örtlicher Betäubung durchgeführt. Die Exstirpation ist immer eine der letzten Möglichkeiten, nachdem andere weniger extreme Therapien nicht geholfen haben. Denn das Credo der Zahnärzte ist stets die Gesunderhaltung der Zähne. Mit einer Entfernung des Zahninneren stirbt der Zahn faktisch ab, kann häufig aber noch erhalten werden.

Die Exzision ist ein chirurgischer Eingriff, bei dem entzündliches Gewebe entfernt wird. Der Zahnarzt wird sich für diesen Eingriff entscheiden, wenn sich eine Entzündung im Zahnfleisch angesiedelt hat, die sich mit konventionellen Methoden nicht behandeln lässt. Die Entfernung des Gewebes erfolgt in der Regel unter örtlicher Betäubung. Alternativ kann der Patient eine Vollnarkose bekommen. Dies wird für Angstpatienten angeboten oder vor Operationen, die vorab als kompliziert eingestuft werden. Nach der Exzision kann der Zahnarzt das Gewebe im Labor untersuchen lassen. Auf diese Weise kann herausgefunden werden, ob es sich um ein Krebsgeschwür handelt oder welche Faktoren generell zu der Entzündung geführt haben können.

Als Eckzähne werden bei Säugetieren die seitlichen Frontzähne bezeichnet. Beim Menschen zählen sie zu den größten Frontzähnen und haben die längsten Wurzeln. Sie stoßen in der Regel im Alter von 12. Jahren durch. Aufgrund ihrer Form haben sich Beinamen wie Hundszahn oder Augenzahn verbreitet. Für Mediziner sind es die Dens caninus. Im Aussehen sind die Eckzähne höckerig, eckig oder spitz. In der Regel sind es auch die längsten Zähne. Sie stehen von der Mittellinie aus betrachtet an dritter Stelle im menschlichen Gebiss. Hinter ihnen beginnen schon die Backenzähne.

Der Ausdruck extrakoronal stammt aus dem Bereich der Prothetik und bedeutet so viel wie außerhalb der Zahnkrone (Krone) liegend. Koronal bedeutet zur Zahnkrone gehörend. Gewisse Teile werden aus Konstruktionsgründen bewusst nicht in der Krone versenkt. Wenn also ein Kugellager oder das Geschiebe außerhalb einer Metallkrone liegt, die zur Befestigung des herausnehmbaren Zahnersatzes oder für eine Brückenkonstruktion dient, wird der Ausdruck verwendet.

Der Ausdruck bedeutet übersetzt „in den Knochen“. In der Zahnmedizin wird er in unterschiedlichen Situationen verwendet. So kann ein Abszess als enossal bezeichnet werden, wenn sich der Eiter seinen Weg durch den Knochen sucht. Viel häufiger tritt der Begriff jedoch im Zusammenhang mit Implantaten auf.

Das Einzelzahnimplantat ist ein Begriff aus der Implantologie. Dabei handelt es sich um ein einzelnes Implantat, das anstelle eines fehlenden Zahns eingesetzt wird. Es steht vollkommen eigenständig, ohne sich auf andere Zähne zu stützen. Deshalb müssen die benachbarten Zähne auch nicht beschliffen werden, wie es beispielsweise bei einer Brücke notwendig wäre.

Eine Epithese ist ein prothetischer Ersatz für das Gesicht (Prothetik). Ähnlich wie eine Prothese, wenn etwa ein Bein fehlt. Wenn es durch Unfall oder Krankheit (beispielsweise Krebs) zu starken Schäden der Gesichtspartie kommt, kann ein solcher prothetischer Ersatz die Lebensqualität der Betroffenen erhöhen. Epithesen sind in der Regel nicht funktionell, bieten aber optisch eine große Verbesserung. Die Herstellung einer Epithese ist sehr aufwendig. Schließlich soll der prothetische Ersatz möglichst echt wirken. Epithesen werden deshalb nur von sehr erfahrenen Experten (sogenannten Epithetikern) hergestellt, die etwa den Hautton oder die Augenfarbe der Patienten exakt nachahmen können. Für die Zahnmedizin wird so beispielsweise das Zahnfleisch nachgebildet.

Eine Einzelzahnlücke entsteht nach Verlust eines einzelnen Zahns ohne Beschädigung oder Erkrankung der Nachbarzähne. Gründe dafür sind entweder Karies oder die unfallbedingte Schädigung, die eine Entfernung des Zahns zur Folge hat. Auch erfolglose Wurzelbehandlungen oder Wurzelspitzenresektionen können zum Verlust eines einzelnen Zahns führen. Eine Einzelzahnlücke mag zunächst kaum als großer Fehler wirken. Besonders ein fehlender Backenzahn fällt nicht sofort auf, lediglich im Frontzahnbereich kommt es zu ästhetischen Problemen. Dennoch sollte zeitnah ein Einzelimplantat gesetzt werden. Den Nachbarzähnen sowie dem gegenüberliegenden Zähnen fehlt der Gegenspieler, wodurch sie nicht mehr abgenutzt bzw. falsch belastet werden. Nachbarzähne können in die Lücke „hineinkippen“, während durch fehlende Belastung Knochensubstanz verloren geht. Ein Einzelimplantat kann die zurückbleibenden Zähne stützen und den Kiefer entsprechend belasten.

Der Begriff Erosion bedeutet Abbau, Abtragung oder Verlust durch physikalische oder chemische Prozesse. In der Zahnmedizin geht es um den Verlust der Zahnhartsubstanz. Zu dem Verlust kommt es beispielsweise durch den häufigen Verzehr von Fruchtsäuren, durch Ernährungsstörungen oder häufiges Erbrechen. Aber auch in der Schwangerschaft kann ein Mineralmangel zum Abbau der Zahnhartsubstanz kommen.

Bei der Extrusion wachsen die Zähne auf unübliche Art aus dem Kiefer. Es kann also eine Fehlstellung vorliegen, die beim Essen und Sprechen behindert und optisch unerwünscht ist. In der heutigen Zeit werden solche Probleme schon in früher Kindheit erkannt und gut behandelt, sodass das weitere Leben möglichst wenig bis gar nicht von der Zahnfehlstellung belastet wird.

F

Eine Fissurenversiegelung dient als Vorsorgemaßnahme, um das Risiko für Fissurenkaries im Bereich der Kauflächen der Backenzähne zu verringern. Zahnkaries bildet sich besonders leicht in den Zahnrillen bzw. Zahngrübchen. Eine ausreichende Reinigung dieser speziellen Stellen ist meist aufgrund der schlechten Erreichbarkeit nicht möglich Um Fissurenkaries zu verhindern, versiegelt der Zahnarzt die betroffenen Zähne. Bei einer Fissurenversiegelung setzt der Zahnarzt kunststoffhaltige Lacke ein und versiegelt damit die Zähne. Vorher wird die Zahnoberfläche mit Hilfe der Schmelz-Ätz-Technik angeraut. Die anschließende Versiegelung dient dem Schutz vor Fissurenkaries, der sich in den Einschnitten und Tälern der Backenzähne schnell bilden kann. Sehr flache Fissuren müssen nicht versiegelt werden, wenn über Jahre keine Karies bei ihnen aufgetreten ist.

Zähne, Kiefer und Kaumuskulatur stehen in enger Beziehung zueinander. Ist dieses System gestört, kommt es zu Schäden, die der Zahnarzt als cranio-mandibuläre Dysfunktion (CMD)bezeichnet. Betroffen sind Muskulatur, Knochen, Kiefergelenk oder Zahnhartsubstanz. Der Zahnmediziner stellt eine Diagnose und schlägt eine individuell abgestimmte Funktionstherapie zusammen. Zunächst werden nichtinvasive Verfahren angewendet, um das Problem zu beheben. Dazu zählen der Einsatz einer Aufbissschiene oder physiotherapeutische Maßnahmen, um die Kaumuskulatur zu entspannen. Auch ein Zahnersatz kann Symptome lindern. Erst wenn Schmerzen bzw. Probleme fortbestehen, wird zu kieferorthopädischen Mitteln wie dem Abschleifen des Kieferknochens gegriffen.

Der Begriff fazial bedeutet das Gesicht betreffend oder zum Gesicht gehörend. In der Zahnmedizin wird der Ausdruck im übertragen Sinn verwendet. Sprechen Zahnärzte also von dem Begriff, meinen sie, dass etwas zur Zahnaußenseite hin liegt. Sich also bei geöffnetem Mund für Außenstehende im sichtbaren Bereich befindet. Der Ausdruck fazial kommt in der Regel dann zum Einsatz, wenn ein Defekt, beispielsweise Karies am Zahn oder ein komplett fehlender Zahn, so gelegen ist, dass er beim Lächeln oder Sprechen anderen Menschen auffallen würde. Während Zahndefekte oder Zahnlücken im hinteren Bereich weniger auffallen, sind Defekte im sichtbaren Frontzahnbereich für Patienten besonders belastend und bedürfen einer sehr ästhetischen Behandlungsform.

Fissuren sind Furchen, Rillen, Spalten und Vertiefungen in den Kauflächen der Backenzähne (Prämolaren und Molaren). Die Reinigung dieser Furchen ist praktisch unmöglich. In den Tiefen der Furchen finden Kariesbakterien perfekte Bedingungen vor, deshalb kann eine Fissurenversiegelung schon in jungen Jahren sinnvoll sein. Die Fissurenversiegelung hindert Bakterien am Eindringen in die Furchen und schützt die Zähne vor der Entstehung von Karies. Die bakteriendichte Versiegelung der Fissuren ist eine vorbeugende Maßnahme, die in der Zahnarztpraxis erfolgt. Dabei wird ein spezieller Kunststoff auf die Kauflächen aufgetragen. Das Ziel der Versiegelung ist die Kariesprophylaxe. Zudem erleichtert die Versiegelung die Entfernung von bakteriellen Belägen im Rahmen der täglichen Mundhygiene.

Fluoride werden zur Kariesvorbeugung eingesetzt. Der Zahnarzt greift für die Fluoridprophylaxe am häufigsten auf Aminfluoride sowie Natriumfluoride zurück. Aminfluoride haben eine spezielle chemische Struktur, die sich besonders zügig und gut auf den Zähnen anlagert. Durch die sehr gute Mineralisierung ist ein besonders hoher Schutz der Zähne gegeben. Die fluoridhaltige Schicht schützt die Zähne wirksam vor Säureangriffen.

Eine Facette ist eine sehr dünne Verblendschale, die aus ästhetischen Gründen auf die Zahnoberfläche angebracht wird. Facetten werden immer der Zahnfarbe des Patienten angepasst und können entweder aus Kunststoff oder Keramik bestehen. Mithilfe von Facetten werden unschöne Zahndefekte und Verfärbungen schnell und effektiv verdeckt. Facetten kommen nur im Bereich der Frontzähne zum Einsatz und sind für die Zahnoberfläche nicht schädlich. Bei kleineren Unebenheiten können ganz dünne Verblendschalen (Lumineers) angebracht werden, für stärkere Defekte eignen sich die leicht dickeren Veneers besser. Die Facette sieht aus wie der echte Zahn und stört weder beim Kauen oder Essen. Viele Prominente tragen die Verblendschalen.

Floss ist die englische Bezeichnung für Zahnseide. Man verwendet Floss, um die Zwischenräume der Zähne, von Zahnbrücken sowie festsitzenden, kieferorthopädischen Apparaturen zu säubern. Werden diese Stellen nur unzureichend gereinigt, setzen sich Bakterien fest, vermehren sich und sorgen für entzündetes Zahnfleisch und andere Mund- und Zahnerkrankungen. Zahnbrücken können abfaulen und verursachen dann häufig üblen Mundgeruch. Es gibt Floss in unterschiedlichen Stärken. Der Faden kann gewachst oder ungewachst sein, wobei die ungewachste Zahnseide die effektivere Methode darstellt. Kommt es zu Zahnfleischbluten, ist das Zahnfleisch häufig schon erkrankt. Daher sollte regelmäßig Floss zur Anwendung kommen. Meistens hört dann das Zahnfleischbluten nach einigen Tagen auf.

Die Funktionsanalyse wird auch als Funktionsdiagnostik oder funktionelle Gebissanalyse bezeichnet. Der Zahnarzt setzt sie zu Diagnosezwecken ein. Sie dient aber auch dazu, Störungen des Bewegungsablaufes des Kausystems auszuschließen und krankhafte Gewebeveränderungen festzustellen. Man unterteilt die Funktionsanalyse in die klinische, manuelle und instrumentelle Funktionsanalyse. Die Funktionsanalyse kommt zum Einsatz, wenn das Gleichgewicht von Nerven und Muskeln gestört bzw. instabil ist. Dies ist bereits bei kleinsten Störungen im Zusammenspiel der Kauflächen der Fall. Häufig kommt es zu Beschwerden aufgrund von Zähnepressen oder Zähneknirschen. Bei der Funktionsanalyse beginnt der Zahnarzt zunächst mit der genauen Diagnoseerstellung. Er fertigt anschließend Gipsmodelle von den Zähnen und analysiert mögliche Fehlbelastungen. Diese entstehen etwa durch alte Füllungen, Zahnbewegungen oder schlecht sitzendem Zahnersatz.

Zähne faulen, wenn sie von Karies betroffen sind. Dieser entsteht meist durch einen Mix aus mangelhafter Zahnpflege, zu viel Zucker in der Ernährung sowie im Mundbereich befindliche Mikroorganismen. Streptokokken, die häufigsten Verursacher von Karies, hausen in festgewordenem Zahnbelag und in Zahnzwischenräumen, wo sie von der Zahnbürste schwer erreicht werden. Ist der Zahnschmelz eher weich beschaffen, macht es den Zahn zusätzlich anfälliger für Zahnfäule.Oft kommt es erst aufgrund von Nichtbehandlung zu faulen Zähnen. In der Regel kann Karies bei der regelmäßigen Kontrolle früh genug erkannt werden, um einen Verlust von Zähnen oder Zahnsubstanz vorzubeugen. Die Angst vor dem Zahnarzt lässt manche Patienten diese Termine nicht einhalten und erst bei Schmerzen den Besuch antreten. Dann ist es zumeist zu spät, um den Zahn noch zu retten. Schmerzen, Entzündungen und teuer Implantate sind die Folge.

Als Biss bezeichnet der Zahnarzt das Aufeinandertreffen der Zähne beider Kiefer. Weicht hierbei die Zahnstellung vom Regelbiss (Kauflächen stehen aufeinander, obere Schneidezähne stehen knapp vor den unteren) ab, dann spricht man vom Fehlbiss. Dies kann der Fall sein, wenn der Unterkiefer zu lang oder zu kurz ist, wenn Prothesen oder Füllungen falsch gesetzt wurden oder bei einer asymmetrischen Anatomie.