Hier finden Sie wichtige Zahnarzt-Fachbegriffe von V bis Z – von Veneers über Zahnkrone bis Zahnstein – verständlich erklärt für Patienten unserer Zahnarztpraxis WEISS32 in Stuttgart.
V
Veneers sind sehr dünne Keramikschalen, die auf den natürlichen Zahn aufgeklebt werden. Man spricht auch von Verblendschalen. Sie kommen im Frontzahnbereich zum Einsatz und kaschieren Kantenfrakturen, Verfärbungen und Zahnschmelzdefekte. Auch schiefe, zu kurze oder zu lange Frontzähne werden mit Veneers verschönert. Neben Keramikschalen sind auch Verblendschalen aus Composite-Material möglich. Im Gegensatz zu Kronen entsteht durch Veneers nur ein geringfügiger Verlust von Zahnhartsubstanz. Die sichtbaren Flächen werden nur hauchdünn beschliffen. Die Verblendschalen überziehen den Zahn auch nicht vollständig. Ein Veneer kann auch kleinere Zahnlücken schließen und verbessert das ästhetische Erscheinungsbild.
Verblendkronen sind ein Teil von Metallkronen in Zahnfarbe. Sie bestehen aus Kunststoff oder Keramik. Die Verblendkrone beschränkt sich auf den sichtbaren Teil der Zahnkrone, also auf die Zahnaußenseite. Die Kroneninnenseite besteht aus Metall. Verblendkronen werden auch als Furnierkronen bezeichnet. Keramisch verblendete Kronen haben den Vorteil, sehr stabil und langlebig zu sein. Durch den zahnfarbenen Überzug sind sie sehr ästhetisch und eine gute Alternative zu Vollgusskronen. Das Metallgerüst besteht aus Hochgold. Bei der Vollverblendung wird der komplette Metallkern mit Keramik ummantelt. Bei der Teilverblendung ist nur der außen sichtbare Teil mit einer Keramikschicht versehen.
Um die genaue Lage an einzelnen Zähnen zu beschreiben, verwendet der Zahnmediziner eine Reihe von Begriffen. Einer davon ist vestibulär. Das Wort bedeutet zum Mundvorhof hin gerichtet und kommt von dem lateinischen Wort vestibulum (= Vorhof). Vestibulär beschreibt also jene Zahnfläche, die nach außen zeigt. Der Begriff wird noch weiter unterteilt. Bei Backenzähnen spricht man bei der Außenseite von buccal (zur Wange hin) und im Frontzahnbereich von labial (zur Lippe hin). Als vestibulär können aber ebenso Entzündungen oder Erkrankungen im Mundvorhof bezeichnet werden. In der Neurologie wird der Begriff vestibulär verwendet, wenn vom Gleichgewichtsorgan die Rede ist. Vestibuläre Wahrnehmung ist dementsprechend die Empfindung vom Gleichgewicht.
Der Begriff Verblendmetallkeramik oder Metallkeramik wird für Brücken und Kronen benutzt, welche aus einem Metallgerüst bestehen und mit Keramik verblendet sind. Es handelt sich hier um ein Standardverfahren zur Herstellung von festsitzenden Zahnersatz mit Brücken und Kronen in Zahnfarbe. Vorteilhaft bei der Verblendmetallkeramik sind die hohe Stabilität und Lebenserwartung bei der Fertigung von Zahnbrücken Verfärbungen kommen bei Keramik nicht vor und auch Plaque lagert sich an der glatten Oberfläche nicht so leicht an.
Virtuelle Zähne oder ein virtuelles Gebiss dienen der Zahnmedizin heute vermehrt zur Visualisierung der Situation im Mund eines Patienten. Mit speziellen Aufnahmegeräten sowie spezieller Software werden Zähne und das Gebiss aus allen nötigen Winkeln aufgenommen und ein virtueller Gebissabdruck am Bildschirm erstellt. Diese virtuelle Aufnahme kann in 3D-Ansicht dargestellt werden, somit ist es möglich, das Gebiss aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten. Nicht nur die flexible Ansicht des Gebisses ist ein großer Vorteil dieser Technologie, auch die Präzision ist deutlich besser, als ein herkömmlicher Gebissabdruck sowie standardmäßige Röntgenaufnahmen. Kleinste strukturelle Veränderungen lassen sich so schnell erkennen. Auch die Planung für Behandlungen, kosmetische Korrekturen oder Zahnersatz lässt sich so präzise umsetzen und der Patient kann das Ergebnis schon vorher betrachten.
Bei einer Vitalexstirpation wird das Zahnmark vollständig entfernt. Dies ist der Fall, wenn ein noch lebender Zahnnerv so schmerzhaft entzündet ist, dass alle Therapien wie zum Beispiel Heilinjektionen nicht zum Erfolg führen. Dann hat der Zahnarzt die Möglichkeit das Nervengewebe mit einer Spritze zu entfernen. Dies erfolgt bei Schmerzausschaltung. Bei der Vitalexstirpation wird der lebende Zahnnerv vom Zahnarzt entfernt. Wenn der Zahn in der Mundhöhle verbleiben soll, führt der Zahnarzt anschließend eine Wurzelbehandlung durch und versieht den Zahn mit einer Wurzelfüllung.
Mit der Vitalitätsprüfung stellt der Zahnarzt fest, ob der Zahnnerv (Pulpa) noch lebendig ist. Dies kann vor einer Weiterbehandlung des Zahnes wichtig sein. Dabei wird der betreffende Zahn mit elektrischen Impulsen oder extremer Kälte gereizt. Leidet ein Patient unter unklaren Zahnschmerzen, prüft der Zahnarzt mit der Vitalitätsprobe, ob es sich um eine Überempfindlichkeit oder eine Nervenentzündung handelt. Reagiert der Zahn nicht sensibel, kann es sein, dass der Nerv bereits abgestorben oder gar nicht vorhanden war. Die Vitalitätsprüfung wird meistens mit einem Kältespray durchgeführt. Oft reicht auch schon ein kurzer Luftstoß aus der Wasser-Luft-Pistole des Zahnarztes aus, um die Vitalität des Zahnes festzustellen.
Bei einer Versiegelung werden Risse in den Zähnen mit einem kunststoffhaltigen Lack verschlossen. So wird Grübchen- oder Fissurenkaries vorgebeugt. Die Fissurenversiegelung ist die bekannteste Versiegelungsvariante. Sie kommt bei besonders tiefen Fissuren zum Einsatz und macht besonders Sinn bei Kindern mit erhöhtem Kariesrisiko. Zur Kariesvorbeugung werden die Zahnoberflächen zunächst mit dem Säureätzverfahren behandelt. Anschließend erfolgt die Versiegelung mit Fluoridlacken, Fluoridgelees oder Versiegelungskunststoffen. Damit wird erreicht, dass Bakterien nicht in den Zahn eindringen können. Auch aus prophylaktischen Gründen zur Vermeidung von Karies an den Seitenzähnen ist die Versiegelung eine wirksame, lang anhaltende und völlig schmerzfreie Maßnahme.
Die Vollgusskrone ist die am häufigsten verwendete Kronenart und zählt auch zu den langlebigsten. Ein weiterer Vorteil sind ihre relativ geringen Kosten. Sie besteht aus Goldlegierungen, die besonders stabil sind. Deswegen wird die Vollgusskrone auch Metallkrone genannt. In der Regel erfüllt sie nicht die ästhetischen Ansprüche eines Patienten, weswegen die Vollgusskrone meist nur im hinteren Bereich bei Backenzähnen zum Einsatz kommt. Je nach sozialem Status eines Patienten kann die verwendete Legierung mehr oder weniger Gold enthalten. Die Krone selbst wird im Zahnlabor mittels Gussverfahren hergestellt und später im Gebiss angebracht. Dabei ist dringend zu berücksichtigen, dass sich keine Amalgamplomben im Gebiss befinden, bzw. diese notfalls entfernt werden. Der Grund sind galvanische Mundströme, die – ähnlich wie bei einer Batterie – zwischen Gold, Speichel und Amalgam entstehen können.
Verfärbung an den Zähnen zeigt sich durch eine sichtbare Abweichung der normalen Zahnfarbe. Zu den Ursachen für verfärbte Zähne zählen unter anderem Farbstoffeinlagerungen, die durch die Einnahme von Medikamenten entstehen können, während sich die Zahnkrone noch in der Entwicklung befindet. Verfärbungen können nur vorübergehend sein, aber auch dauerhafte Verfärbungen kommen vor. Der Genuss von bestimmten Nahrungs- oder Genussmitteln kann eine Verfärbung der Zähne begünstigen. Das können Kaffee, Tabak, Cola, Tee oder auch bestimmte Fruchtsorten sein. Verfärbungen entstehen aber auch durch Wurzelfüllungen, die sich in abgestorbenen Zähnen befinden. Diese können dafür sorgen, dass der Zahn sich von innen her gräulich verfärbt. Oberflächliche Verfärbungen sind durch gute Mund- und Zahnpflege oder eine regelmäßige professionelle Zahnreinigung gut zu entfernen.
W
Eine Wurzelbehandlung wird erforderlich, wenn es zu einer Entzündung der Zahnwurzel gekommen ist, die meistens durch Karies entsteht. Dabei haben sich die Bakterien, die die Zahnsubstanz zerstören, bis in das Innere des Zahnes ausgebreitet und dabei auch die Zahnwurzelkanälchen befallen. Nach Unfällen, bei denen Teile des Zahnes abgebrochen sind, wird häufig auch eine Wurzelbehandlung notwendig. Die Wurzelbehandlung ist zeitaufwendig und erfordert viel zahnärztliches Geschick. Oftmals muss das Zahnmark (Pulpa) entfernt werden, um weiteren Entzündungen vorzubeugen. Wurzelbehandlungen haben den Vorteil, dass natürliche Zähne erhalten werden können und auch ihr ästhetisches Erscheinungsbild behalten. Weitere Behandlungen oder aufwendiger Zahnersatz sind nicht notwendig. Sollte doch mal eine Zahnbrücke erforderlich sein, dient der wurzelbehandelte Zahn noch als wertvolle Stütze.
Bei der Wurzelspitzenresektion wird die Wurzelspitze vom Zahnarzt operativ entfernt. Dieser Eingriff dient dem Erhalt des Zahnes. Man spricht hier auch von einer Wurzelspitzenamputation oder einer Herdsanierung im dentalen Bereich. So müssen häufig Zysten oder abgebrochene Zahnwurzeln entfernt werden. Auch eine nachträgliche Abfüllung nicht durchgängiger Wurzelkanäle ist möglich. Bei der Wurzelspitzenresektion werden in einem operativen Eingriff eine oder mehrere Wurzelspitzen vom Zahnarzt gekürzt. Dieser dient der Entfernung von Zysten- und Eitergewebe im Bereich der Wurzelspitze. Eine Alternative zur Wurzelspitzenresektion ist das Ziehen des Zahnes (Extraktion). Dann entsteht allerdings eine Zahnlücke, die Zahnersatz erforderlich macht.
Die Wurzelresektion ist eine operative Entfernung der Wurzelspitze, um einen Zahn zu erhalten. Dies wird notwendig bei einer abgebrochenen Zahnwurzel, bei einer Zyste oder Entzündung der Wurzel. In vielen Fällen ist die einzige Alternative zur Wurzelresektion eine vollständige Zahnentfernung. Die Wurzelresektion ist ein operativer Eingriff, der unter lokaler Betäubung durchgeführt wird. Dazu wird seitlich zunächst ein Zahnfleischlappen zur Seite geklappt und dann der Knochen auf Höhe der Wurzel unter Kühlung angefräst, um die zu entfernende Wurzelspitze zu erreichen. Vor, während und nach der Wurzelresektion geben Röntgenaufnahmen Information über den erfolgreichen Verlauf.
Als Wechselbiss bzw. Wechselgebiss bezeichnet der Zahnmediziner einen Zustand des Gebisses, in dem sowohl bleibende Zähne, als auch noch Milchzähne vorhanden sind. Dieser Zustand ist also in einem bestimmten Alter normal und kann bis zum Verlust der letzten Backenzähne des Milchgebisses einige Jahre in Anspruch nehmen. Durch die teilweise fehlende Abstimmung zwischen Milchzähnen und bleibenden Zähnen, bedarf ein Wechselbiss besonders hoher Aufmerksamkeit. Gründliche Zahnpflege hat in dieser Zeit hohe Priorität. Gerade durchgebrochene Zähne sind oftmals noch nicht durchgehend mit Zahnschmelz bedeckt und daher einem höheren Kariesrisiko ausgesetzt. Durch die Höhenunterschiede zwischen bereits vorhanden und gerade durchgebrochenen Zähnen kommt es zu unterschiedlichem Kauabrieb und dadurch zur leichteren Bildung von Zahnbelag.
Der Wurzelkanal ist der Hohlraum innerhalb der Zahnwurzel und wird auch die Nervhöhle oder Zahnmarkhöhle genannt. Diese ist beim gesunden Zahn mit Zahnmark ausgefüllt. Die Zahnhälse (Pulpahöhlen) enthalten lebendes Gewebe, welches von der Zahnkrone bis zur Wurzelspitze reicht. Sie ist umgeben von der Wurzelhaut, die als Bindegewebe dient. Die Pulpa befindet sich in der Pulpahöhle, die sich im Zentrum des Dentins einlagert. Sie ist zur Kaufläche hin völlig verschlossen. Im Bereich der Zahnwurzelspitze ist der Wurzelkanal häufig mit starken Verzweigungen und Verästelungen durchzogen. Dabei ist die Wurzelspitze die engste Stelle des Wurzelkanals. Sie enthält eine Öffnung, damit die Gefäße versorgt werden können.
Die Zahnwurzel hat annähernd die Form eines Kegelstumpfs, der sich zum Ende hin immer mehr verjüngt. Dieses Ende, in Form einer abgerundeten Spitze, nennt man auch Wurzelspitze. Sie ist gleichzeitig der engste Teil des Wurzelkanals und jener Ort, an dem der Zahn mit Blutgefäßen und Nerven versorgt wird. Schneidezähne, Eckzähne und Prämolaren haben eine Wurzelspitze, Molaren zwei bis drei. Eine Entzündung der Wurzelspitze ist schmerzhaft und tritt leider häufig auf. In manchen Fällen hilft eine Wurzelbehandlung, dabei wird der Zahn von oben aufgebohrt und das Nervengewebe bis hin zur Wurzelspitze entfernt. Hilft dies auch nicht, kann noch mit einer Wurzelspitzenresektion Abhilfe geschaffen werden. Dabei wird der Kiefer seitlich aufgeschnitten und von dort aus nur die Wurzelspitze entfernt.
Dentale Weichgeweberegeneration ist ein Verfahren, um das Gewebe um einen Zahn herum, der nicht Knochen ist, zu regenerieren und aufzubauen. Als Weichgewebe gilt demnach das Zahnfleisch, welches aus Schleimhaut und Bindegewebe besteht. Geht dieses Gewebe durch verschiedene Ursachen verloren, kann es durch chirurgische Eingriffe wiederhergestellt werden. Dies wird vor allem aus funktionellen und ästhetischen Gründen durchgeführt. Es besteht die Möglichkeit durch eine Transplantation, das fehlende Weichgewebe zu regenerieren. Dabei wird Weichgewebe beispielsweise aus dem Gaumen entnommen und an der entsprechenden Stelle transplantiert. Eine andere Möglichkeit sind gebrauchsfertige, künstlich hergestellte Weichgewebeprodukte, die transplantiert werden. Denn für den Einsatz eines Implantats ist nicht nur der Halt im Kieferknochen, sonder auch im Weichgewebe wichtig.
Bei einem Kind im Zahnwechsel ist ein Wackelzahn ein natürliches Phänomen. Früher oder später verabschieden sich alle Milchzähne aus dem Gebiss und werden durch bleibende Zähne ersetzt. Die ersten Wackelzähne stellen sich ca. mit 6 Jahren im Frontzahnbereich ein. Bis die letzten Backenzähne ersetzt werden, vergehen einige Jahre. Nach dem Zahnwechsel ist ein Wackelzahn immer ein Zeichen für eine Krankheit oder Fehlbildung. In den meisten Fällen sind Karies, eine Zahnfleischentzündung oder sonstige Erkrankungen des Zahnfleischs verantwortlich für die Lockerung des Zahns. Nicht immer ist ein solcher Zahn zu retten, manchmal hilft nur noch ein Implantat. Bei der genauen Abklärung hilft in jedem Fall ein Zahnarzt.
White sport bedeutet „weißer Fleck“. Man erkennt an den so genannten Kreideflecken, dass sich der Zahnschmelz sichtbar verändert hat. Dies ist ein erstes Anzeichen für eine beginnende Karieserkrankung. An der Stelle, an der der weiße Fleck entsteht, hat vorher die Entkalkung des Zahnschmelzes stattgefunden. Die Kariesbildung kann mit angemessener Zahnpflege und Flouridbehandlungen in diesem Stadium meistens noch gestoppt und in manchen Fällen sogar geheilt werden. White spot bedeutet Karies im Frühstadium und zeigt sich durch weissliche Flecken. Dem Zahnschmelz werden an den betroffenen Zähnen die Mineralien entzogen. Karies ist dann häufig die Folge. Weiße Zahnflecken können auch aufgrund von Kalziummangel entstehen.
Von Wurzelkaries spricht man in der Zahnmedizin, wenn Karies die Zahnwurzel befallen hat. Aufgrund von freiliegenden Zahnhälsen und Zahnwurzeln hat das Dentin keinen Schutz mehr und wird daher anfälliger für Karies. Man bezeichnet Wurzelkaries auch als Zahnhalskaries oder Zementkaries. Wurzelkaries nimmt in den letzten Jahrzehnten stark zu. Etwa 10 bis 15 Prozent der freiliegenden Wurzeloberflächen sind im fortgeschrittenen Alter von Karies betroffen. Dabei kommt der Zahnhalskaries bei Männern häufiger vor als bei Frauen. Ursachen sind häufig zu geringer Speichelfluss. In der Regel sind die Backenzähne von Wurzelkaries betroffen. Schneide- und Eckzähne erkranken eher selten.
X
Xanthodontie bezeichnet in der Zahnheilkunde die Farbe der Zähne, insbesondere die Gelbfärbung von Zahnkronen. Veränderungen der Zahnfarbe können unterschiedliche Ursachen haben. Durch Nikotin, Koffein und Teein wird eine Zahnverfärbung beschleunigt. Man spricht bei gelben oder bräunlichen Zähnen auch oft von Raucherzähnen. Darüber hinaus können Krankheiten wie Stoffwechsel- oder Lebererkrankungen zu Verfärbungen der Zähne führen. Die Xanthodontie wird von der Vielzahl der Betroffenen als kosmetisch störend empfunden. Die Verfärbungen können jedoch behandelt werden, in dem die Zähne gebleicht werden (Bleaching). Diese Zahnaufhellung, bei der mit Hilfe von Wasserstoffperoxyd die Zähne ausgebleicht werden, sollte auf jeden Fall von einem Zahnarzt durchgeführt werden.
Von Xerostomie spricht man in der Zahnmedizin bei Mundtrockenheit oder Speichelmangel. Zu einer Trockenheit der Mundhöhle kann es aufgrund von Störungen der Speichelabsonderung bzw. Speicheldrüsensekretion kommen. Mundtrockenheit löst in vielen Fällen auch üblen Mundgeruch, Durst, Schluckbeschwerden, Sprech- und Geschmacksstörungen aus. Häufig ist Xerostomie eine Nebenwirkung von bestimmten Arzneimitteln, die den Speichelfluss stören. Aber auch Stress, Vitaminmangel, Strahlen-Therapien oder bestimmte Krankheiten wie Diabetes oder Stoffwechselerkrankungen lösen Mundtrockenheit aus. Auch das Alter oder entfernte Speicheldrüsen können Ursachen für Xerostomie sein. Bei Betroffenen fehlt der Flüssigkeitsspiegel des Mundbodens. Die Mundschleimhaut ist gerötet und schmerzempfindlich. Das Karies- und Parodontitis-Risiko ist ebenfalls erhöht, da die schützende Wirkung des Speichels fehlt.
Y
Die Y-Achse-Winkelmessung ermöglicht in der Zahnmedizin eine Bewertung der Unterkieferlage in Beziehung zur Schädelbasis.
Z
Zahnfleischbehandlung steht in der Zahnmedizin für Paradontologie im Rahmen der Zahnbehandlung. Damit ist die Gesamtheit der Gewebe gemeint, die für die Verankerung des Zahnes im Kiefer zuständig sind. Die Paradontologie befasst sich mit der Diagnostik und der Therapie von Krankheiten des Zahnhalteapparates wie etwa der Parodontose. Bei dieser Erkrankung entzündet sich das Zahnfleisch, was zu degenerativen Veränderungen des Zahnfleisches und des Kieferknochens führt. Zahnverlust kann dann die Folge sein. Bei der systematischen Zahnfleischbehandlung ist das Hauptziel, die Bakterienansiedlungen unter dem Zahnfleisch und innerhalb der Zahnfleischtaschen zu beseitigen. Hier liegt die Hauptursache für die Entzündung. Der Zahnarzt wendet verschiedene Behandlungsverfahren an wie beispielsweise Kürettagen oder andere paradontalchirurgische Eingriffe.
Unter einer Zahnsanierung versteht man die Verbesserung bzw. Wiederherstellung der Zahngesundheit. Neben den medizinischen Aspekten stehen aber auch die Funktionen der Zähne (Kauen und Lautbildung) sowie die Ästhetik im Vordergrund. Zu einer Komplettsanierung kommt es, wenn der Großteil der Zähne einer Behandlung bedarf. Dies ist vor allem bei Angstpatienten der Fall, die oft über Jahre hinweg den Gang zum Zahnarzt scheuen. Je nach individueller Diagnose und Schwere des Falls kann es zu unterschiedlichen Vorgehensweisen kommen. Zu einer Zahnsanierung gehören unter anderem Wurzelbehandlungen, Zahnfüllungen, Implantate, Prothesen, Veneers, Bleaching oder auch Zahnspangen.
Zahnaufhellung oder Bleaching genannt (aus dem Englischen „to bleach“ = bleichen). ist eine Behandlung zur Aufhellung der Zähne aus ästhetischen Gründen. Dabei bleibt der Zahnschmelz erhalten. Er wird nicht beschliffen oder anderweitig abgetragen. Vor dem Bleaching sollte immer eine professionelle Zahnreinigung durchgeführt werden. Eine Zahnaufhellung wird notwendig, wenn sich Verfärbungen an den Zähnen gebildet haben. Zähne werden dunkler beispielsweise aufgrund des Genusses von Tabak, Kaffee, Rotwein und anderen Nahrungsmitteln. Für das Bleaching wird in modernen Zahnarztpraxen aktiver Sauerstoff eingesetzt, der die störenden Farbpigmente löst, ohne den Zahnschmelz zu beschädigen.
Zahnimplantate werden in der Zahnheilkunde auch als künstliche Zahnwurzeln bezeichnet. Implantate werden als Zahnersatz für einen verloren gegangenen Zahn in den Kieferknochen eingesetzt. Sie verwachsen dort fest mit dem Gewebe. Der Patient spürt sie nicht und hat dadurch einen sehr guten Tragekomfort, der mit den natürlichen Zähnen vergleichbar ist. Für Zahnimplantate verwenden Zahnärzte meistens Titan-Schraubenimplantate, die in einem chirurgischen Eingriff als Wurzelersatz in den Kieferknochen implantiert werden. Dieser Eingriff ist in Vollnarkose möglich. Ein Zahnimplantat besteht aus dem Implantatkörper, dem Implantataufbau und der Implantatkrone. Der Implantatkörper und die Implantatkrone werden durch den Implantataufbau miteinander verbunden.
Wenn die natürlichen Zähne nicht mehr erhalten werden können und ein Zahnersatz notwendig wird, dann sollte man nicht am falschen Ende sparen. Zahnersatzkosten sind oftmals sehr hoch und die Krankenkasse zahlt nur einen Bruchteil davon. Dazu wird vom Zahnarzt ein Heil- und Kostenplan erstellt, der die notwendige Behandlung detailliert auflistet. Ausgehend davon zahlt die Krankenkasse einen Fixbetrag, der Rest ist vom Patienten selber zu tragen.
Um ein Leben lang selbst zähe oder harte Nahrung wie Steak oder Nüsse kauen zu können, bedarf es einer hohen Zahnhärte. Diese wird erreicht durch das härteste Material unseres Körpers – dem Zahnschmelz. Die äußerste Schicht unserer Zähne besteht zur 95% aus anorganischem Material, das noch dazu in einem schachbrettartigen Muster angeordnet ist. Somit wird eine Zahnhärte erreicht, die beim gesunden Zahn selbst nach vielen Jahrzehnten nicht nachlässt. Zwar ist Zahnschmelz die härteste Substanz unseres Körpers aber auch er kann angegriffen werden, insbesondere durch Säure und Zucker. Es kommt zu Karies, was wiederum zu Verlust des Zahnschmelzes und der Zahnhärte führt. Einmal verloren kann die natürliche Zahnhärte nicht wiederhergestellt werden, da selbst künstliche Kronen nicht an diesen Härtegrad heranreichen. Dagegen hilft nur die Prophylaxe in Form von zweimal täglichem Zähneputzen und der Verzicht auf allzu saure bzw. süße Speisen und Getränke.
Eine Zahnputztechnik bezeichnet die Art und Weise, wie die Zähne geputzt werden. Dabei ist die regelmäßige Reinigung der Zähne besonders wichtig. Dabei ist darauf zu achten, dass die Zähne gründlich und vollständig gesäubert werden. Die Zahnpflege sollte immer nach der gleichen Systematik ablaufen, um keine Zahnfläche zu vernachlässigen. Eine Zahnputztechnik ist die Bass-Methode, bei der die Zähne kreisförmig gereinigt werden. Eine andere Technik ist die Stillmann-Methode, bei der die Zähne von oben nach unten geputzt werden. Darüber hinaus ist die Charters-Methode bekannt, die jedoch eher der Zahnfleischmassage dient. Bei der Fones-Rotationsmethode oder der vertikalen Rot nach Weiß-Methode haben die Zähne beim Reinigungsvorgang Schneidekantenkontakt, wobei die Borsten senkrecht Druck auf die Zahnaußenflächen ausüben.
Eine Zahnfüllung wird notwendig, wenn ein Zahn von Karies betroffen ist. In diesem Fall bohrt ein Zahnarzt die Karies schonend aus und füllt das entstehende Loch mit verschiedenen Füllmaterialien. Im Idealfall hält eine solche Zahnfüllung ein Leben lang und stellt die natürliche Kauleistung wieder her. Ein passender Abschluss der Füllung zur Krone ist dazu eine wesentliche Voraussetzung. Plastische Zahnfüllungen aus Amalgam oder Kunststoff werden direkt im Mund hergestellt, wobei Amalgam gestopft und Kunststoff schichtweise aufgetragen wird. Inlays aus Keramik eignen sich vor allem bei größeren Löchern. Es wird ein Abdruck des Zahns genommen, auf dessen Basis im Zahnlabor eine Füllung aus Keramik entsteht. Diese wird später mit einem Spezialkleber im Zahn fixiert.
Eine Methode der Zahnverschönerung ist das „Shapen“. Dabei werden die Zähne in eine ansprechendere Form gebracht. Der Zahnarzt hat hier die Möglichkeit, abgeriebene Zähne des Frontzahnbereichs wieder ansehnlicher erscheinen zu lassen. Die Zähne werden modelliert, indem unschöne Ecken und Kanten abgeschliffen und in eine ästhetische, ideale Form gebracht werden. Beim Shapen sind auch kleine Zahnformkorrekturen möglich, ohne dass der Zahnarzt die Zähne beschleifen muss. Bei abgesplittertem Zahnschmelz oder großen Zahnzwischenräumen, wendet der Zahnarzt das Keramik-Kunststoff-Gemisch Composite an oder bringt Form und Glanz mit Hilfe eines Schleifgerätes auf die Zähne. Für das Shapen ist meist nur eine Sitzung notwendig.
Zirkonimplantate sind festsitzender Zahnersatz aus Zirkoniumoxid. Dieses ist besonders widerstandsfähig und enthält kein Metall, weswegen es auch von Allergikern gut vertragen wird. Darüber hinaus weisen Zirkonimplantate durch ihre den Zähnen ähnliche Farbe eine hohe Ästhetik auf und eigenen sich besonders für den Frontzahnbereich. Zunächst wird die Keramik an die natürliche Zahnfarbe angepasst, um später keine Unterschiede zu den gesunden Zähnen feststellen zu können. In einem ersten Schritt wird die künstliche Wurzel in den Kieferknochen gebohrt, wo sie festen Halt findet. Entweder wird die Krone sofort aufgeschraubt oder sie folgt in einem zweiten Schritt wenige Wochen später. Erst nach einiger Zeit sind die Zirkonimplantate voll belastbar.
Das Zahnfleischbluten ist eine häufige Erkrankung, die verschiedene Ursachen haben kann. Häufig steht eine ungenügende Zahnpflege hinter dem Problem. Oftmals blutet das Zahnfleisch beim Zähne putzen. Wenn der Prozess beendet ist, stoppt die Blutung sehr schnell. In ausgeprägten Fällen bluten die Patienten beim Konsumieren von sehr fester Nahrung. Das klassische Beispiel ist das Abbeißen von einem Apfel, das blutige Spuren hinterlässt. In selteneren Fällen kann das Zahnfleischbluten organische Ursachen haben, die vom Zahnarzt erkannt und beseitigt werden sollten. Dazu gehören unter anderem Entzündungen, die das unangenehme Bluten des Zahnfleisches auslösen können. Die Entfernung von Zahnstein und die Reinigung der Zahnzwischenräume mit Zahnseide sind weitere prophylaktische Maßnahmen, die sehr wirksam sein können.
Angeborene Fehlstellungen der Zähne treten auf, wenn die Größe von Zähnen und Kiefer nicht zueinander passen. Bei einem Zahnengstand sind entweder die Zähne zu groß oder der Kiefer zu klein. Die Folge davon sind Zähne, die schief, gedreht oder gekippt stehen oder einander überlappen, um im Kiefer überhaupt Platz finden. Der daraus resultierende fehlerhafte Zahnbogen führt nicht nur zu einer negativen optischen Ästhetik, sondern auch zu Erkrankungen wie Karies, da bei der Zahnreinigung womöglich nicht alle Bereiche erreicht werden. Ein Zahnengstand kann durch Zahnentfernung behoben werden, um den übrig gebliebenen Zähnen mehr Platz zu bieten. Wünschenswerter, aber auch invasiver ist die Vergrößerung des Kiefers. Dies kann durch das Einsetzen fester Apparaturen aber auch chirurgisch erfolgen.
Zahnbelag oder Plaque setzt sich oftmals zwischen Zähnen und Zahnfurchen fest. Er besteht aus mehreren komplex aufgebauten Schichten. Die betroffenen Zahnflächen sind schwierig zu reinigen. Daher setzen sich dort Beläge besonders häufig fest. Die natürliche und künstliche Zahnpflege reicht meistens nicht aus, um die Zähne belagsfrei zu halten. Mit natürlicher Zahnpflege ist die Speichelfunktion gemeint. Der Speichel spült Nahrungsreste aus der Mundhöhle, den Zähnen und Zahnzwischenräumen. Hier kommt es jedoch auf den Speichelfluss und die Funktion der Speicheldrüsen an. Der Speichel hat reinigende Wirkung. Mit künstlicher Zahnpflege ist die regelmäßige persönliche Mundpflege gemeint.
Zahnabrieb wird auch als Abrasion bezeichnet. Damit ist ein Verlust der Zahnsubstanz durch Reibung gemeint. Abrieb ist ein völlig natürlicher Vorgang, zu dem es immer dann kommt, wenn zwei harte Substanzen aneinander reiben. Die Zähne berühren einander täglich beim Sprechen und Schlucken und berühren Nahrung beim Kauen. Unter normalen Bedingungen ist dieser Zahnabrieb also vernachlässigbar. Bei falschen Zahnputztechniken, Zähneknirschen oder hohem Konsum von harter Nahrung kommt es zu einem erhöhten Zahnabrieb. Im schlimmsten Fall geht Zahnsubstanz verloren und die Kauflächen des Ober- und Unterkiefers treffen einander nur noch unzureichend. In solchen Fällen muss ein Zahnarzt aufgesucht werden, um die Schäden zu reparieren.
Unter Zahnfleischentzündung oder Gingivitis versteht man in der Zahnmedizin die oberflächliche Entzündung am Zahnfleischsaum. Diese kann durch Zahnstein entstehen, aber auch toxische, infektiöse oder hormonelle Ursachen haben. Zahnfleischentzündungen sind häufig auf eine vernachlässigte Mund- und Zahnpflege zurückzuführen. Auch Erkältungen verursachen Rötungen, Schwellungen und Blutungen des Zahnfleisches. Bei der Zahnfleischentzündung besteht noch eine Haftung zwischen Zahnfleisch und Zahn. Im Stadium 2 kommt es zur Parodontose bzw. einer Entzündung des Zahnbettes. Eine Zahnfleischentzündung äußert sich durch verschiedene Symptome wie Mundgeruch, Zahnfleischbluten, Lockerung der Zähne, Zahnstein oder Zahnfleischschwund. Das Zahnfleisch ist entzündet und geschwollen. Häufig sind Zähne und Zahnfleisch verfärbt. Die Zähne werden empfindlich und Zahnschmerzen sind die Folge. In einigen Fällen tritt Eiter aus.
Bei Zahnfleischrückgang oder Zahnfleischschwund kommt es zum Rückgang des Zahnfleisches. Dies ist häufig nach entzündlichen Vorgängen der Fall wie beispielsweise bei einer Parodontitis oder Gingivitis. Zu Zahnfleischrückgang kommt es auch häufig durch die Verletzung des Zahnfleisches (Gingiva) einzelner Zähne, was auf eine falsche Technik beim Zähneputzen zurückzuführen ist. Zahnfleischrückgang führt zu freiliegenden Zahnhälsen und macht diese besonders sensibel für äußere Reizungen wie heiß, kalt, süß oder sauer. Auch auf Berührungen reagieren die Zähne empfindlich. Darüber hinaus steigt das Kariesrisiko. Bei der Parodontitis kann der Zahnfleischwund zu lockeren Zähnen führen. Bei Nichtbehandlung droht Zahnverlust.
Zähneknirschen bezeichnet man in der Zahnmedizin auch als Bruxismus. Beim Zähneknirschen werden die Zähne aufeinander gepresst. Dies tritt meistens nachts auf, manche Menschen knirschen jedoch auch tagsüber mit den Zähnen. Obwohl der Zahnschmelz die härteste Substanz des menschlichen Körpers ist, kann Zähneknirschen und Zähnepressen zu starken Zahnbeschädigungen führen. Zähneknirschen entsteht häufig durch Stress. Es verursacht Verschleisserscheinungen am gesamten Kauapparat und es kommt zu Problemen mit der Kaumuskulatur und dem Kiefergelenk. Auch die Kopfmuskeln werden in Mitleidenschaft gezogen. Folgen sind Übelkeit, Sehstörungen und Schwindel. Der Zahnarzt verordnet bei Bruxismus eine Knirscherschiene, die der Betroffene über Nacht tragen muss.